Es ist entschieden. Ich werde mein nächstes Buch selbst veröffentlichen. Die Suche nach einem Verlag scheint mir angesichts der starken Konkurrenz im Bereich historical fiction doch recht aussichtslos. Und zudem möchte ich, dass der Roman relativ schnell erscheint.
Das heißt aber auch, dass ich jetzt alles selber machen bzw. organisieren muss. Das Buch ist in seiner Rohfassung fertig, derzeit arbeitet sich ein Lektor (der selbe, der auch schon meinen Carola-Neher-Roman prüfte) durch die rund 300 Normseiten. Die Profis für Buchsatz und Cover sind bereits ausgewählt, beim publisher schwanke ich noch zwischen Books on Demand und Amazons KDP. Ich bin also doch recht optimistisch, den Roman bereits zu Weihnachten verschenken zu können.
Aber irgendwie muss ich ihn ja auch verkaufen.
Hier wird mir der Verlag wohl am meisten fehlen. Ich habe nun einmal keine Adresslisten von Fachjournalisten, Buchhändlern und Literaturagenten, denen ich Leseexemplare senden könnte, bekomme keine Seiten in Literaturzeitschriften oder Unterstützung von Vertretern, die die großen Buchhändler auf mein Werk hinweisen.
Und daher werde ich den Kampf um einen Platz im Regal „Science Fiktion“ bei den Buchläden gar nicht erst aufnehmen. Sondern den Vertriebsweg eBook wählen (gedruckte Exemplare können natürlich trotzdem bestellt werden).
Digitale Verbreitung verlangt digitales Marketing. Der potenzielle Interessent mus auf mich und meinen Roman aufmerksam werden. Darauf konzentriere ich mich im nächsten Schritt.
Aus meinem Berufsleben weiß ich, was hierbei am wichtigsten ist. Worauf man auf keinen Fall verzichten kann, um Erfol zu haben: Es braucht einen Marketing-Plan.
Den habe ich für den Bereich social media gestern erstellt. Die Plattformen festgelegt, die wohl für diesen Zweck am sinnvollsten sind, die jeweiligen Zielgruppen bestimmt, die ich mit ihnen erreichen möchte, die Mittel festgelegt, auf die ich mich bei den unterschiedlichen Anbietern konzentrieren werde und schließlich auch noch die Erfolgskriterien, die bestimmen, ob ich bei den Inhalten oder Formaten nachjustieren muss. Und, um mich selbst ein wenig unter Druck zu setzen, zusätzlich die Zahl der Beiträge benannt, die ich in einem bestimmten Zeitraum auf der jeweiligen Plattform mindestens veröffentlichen werde.
Sieht alles gut aus, auf dem Papier. Bzw. in dem Word-Dolument. Jetzt braucht es nur noch ein externes Controlling. Aber das bekomme ich ja quasi kostenlos von Amazon oder BoD.
Mit den Verkaufszahlen.
